Über uns und unser Engagement
Schön, Sie auf unserer Internetseite begrüßen zu dürfen. Wir hoffen, dass Sie alle wichtigen Informationen auf unserer Website finden können. Sollte dies nicht der Fall sein, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.
Die Firma Nieding Verfugungs GmbH wurde 1994 von Markus Nieding gegründet.
In den nun beinahe 30 Jahren Erfahrung wurden hunderte Projekte verfugt.
Unser Team besteht aus 7 Fugenspezialisten die langjährig bei uns sind.
Wir sind Ihr Fachbetrieb für Fugensanierungen im Bereich der Küche, Bad, Dusche und Wohnbereich. Fugen, besonders in Nasszellen, unterliegen in der Regel überdurchschnittlichen Belastungen.
Silikonfugen sind Wartungsfugen, die in regelmässigen Abständen kontrolliert werden sollten und, falls notwendig, erneuert werden.
Einwandfrei ausgeführte Fugenarbeit ist ein Muss, wenn es um Sauberkeit, Hygiene und besonders um Ihre Gesundheit geht. Bakterien und Schimmel haben bei fachgerechter Ausführung keine Chance. Es ist uns ein Anliegen, ein rundum gesundes Wohnklima zu erreichen. Aus diesem Grund verwenden wir ausschliesslich hochwertige, emissionsarme und innovative Werkstoffe namhafter Hersteller, die strengste Grenzwerte erfüllen und permanenter Kontrolle unterliegen. Dabei legen wir grössten Wert auf Qualität unserer Fugen.
Engagement Ukraine
Lesen Sie hier mehr über Markus Niedings Engagement für die Ukraine. Mit regelmäßigen Hilfslieferungen fährt er aus Deutschland Hilfsgüter in die Ukraine und unterstützt die Menschen dort vor Ort.
Möchten Sie uns unterstützen? Derzeit sind wir dringend auf der Suche nach Planenanhängern, aber auch über anderweitige Unterstützung freuen wir uns immer sehr.
Neunte Lieferung
Vom Bodenseekreis geht es in ein vom Krieg zerstörtes Gebiet. 100 Tonnen Hilfsgüter werden insgesamt bewegt. Wer die Sachen bekommt und was noch benötigt wird.
Transporter samt Anhänger werden gerade gepackt, am Samstag geht es wieder los — von der beschaulichen Rotach–Gemeinde am Bodensee in Richtung Dnepr und Kiew. In eine Gegend, wo ganze Straßenzüge zerstört sind. Zum neunten Mal organisiert der Oberteuringer Markus Nieding gerade einen Hilfstransport in die von Russland mit einem brutalen Angriffskrieg überzogene Ukraine.
Planenanhänger benötigt
15 Tonnen Hilfsgüter hat er dieses Mal an Bord seiner sechs bis acht Transporter, insgesamt hat Nieding mit seinen Helfern dann rund 90 bis 100 Tonnen bewegt. Benötigt werden aktuell noch weitere Planenanhänger und vor allem Geldspenden für die Transportkosten.
Seit 20 Jahren Ukraine–Kontakt
„Am Anfang habe ich das gemacht, um meinen Bekannten zu helfen“, sagt der 54–Jährige, „mittlerweile hat es eine andere Dimension erreicht.“ Es kann schon mal sein, dass jemand zwei Tonnen Babynahrung für ihn besorgt oder ein Krankenhaus mehrere Paletten medizinische Artikel zur Verfügung stellt.
Seit 2002 hat Nieding Kontakte in das Land, er war mit einer Ukrainerin verheiratet, auch seine aktuelle Lebensgefährtin Yuliia Mykhailenko ist Ukrainerin. Schon im März 2022 hat er den ersten Transport auf die Beine gestellt. „Ich kenne Land und Leute.“
Netzwerke aufgebaut
Er spricht ganz passabel russisch und ukrainisch, nicht fließend wie er sagt. Und er hat sich mittlerweile Netzwerke aufgebaut: Eines in Deutschland, das die Spenden beschafft, und eines in der Ukraine, über das die Sachen an die richtigen Stellen gebracht werden. Zu seinem wichtigsten Partner zählt der Bodolzer Ralf Eisenhut, der jetzt ebenfalls wieder mitfährt und damit selbst bereits den 10. Transport stemmt.
Problem Korruption
Dass die Hilfe auch ankommt, dafür sorgen Nieding und seine Kollegen persönlich. Das ist ihm wichtig, denn dass Korruption in der Ukraine ein Problem ist, ist ihm klar. „Wir verteilen die Sachen selbst, sonst wird zu viel Schmu gemacht.“ Die ersten beiden Transporte endeten noch an der Grenze von Moldau zur Ukraine, in der Gegend von Odessa. Hier übergab er die Hilfsgüter an Bekannte seiner Lebensgefährtin Yuliia. Einmal war die Übergabe an der rumänischen Grenze.
Feste Route
Mittlerweile fährt er mit seinem kleinen Konvoi direkt in das kriegsgebeutelte Land. Über eine feste Route durch Ungarn mitten rein in die Ukraine bis nach Kirowograd und zurück über Kiew und Lwiw. An fünf bis sechs verschiedenen Stationen werden die Spenden direkt abgegeben.
Ein früherer Mitarbeiter seines Handwerkbetriebs (Verfugen und Beschichten) lebt mittlerweile wieder dauerhaft in der Ukraine. Er hat in der Ukraine eine Hilfsorganisation für Kinder aufgebaut und ist wichtiger Ansprechpartner und Helfer bei der Verteilung der Hilfsgüter.
Nahrung und Kleidung
Im Wesentlichen gehen die Hilfsgüter an Kinder in verschiedenen Einrichtungen, an innerhalb der Ukraine Vertriebene, an Gemeinden und an Soldaten an der Front. Gebraucht werden immer verschiedenste Artikel für die Versorgung von Babys und Kindern: Hygieneartikel, Nahrungsmittel, Kleidung.
Auch für Erwachsene sammelt Nieding Nahrungsmittel und Kleidung, dazu verschiedenste Sachen vom Wasserkocher, über Fahrräder, Computer, Paraffin, Taschenlampen, Batterien, Rollstühle und Krücken bis zu Stromaggregaten. Auch Krankenhäuser und Altenheime werden von dem Hilfstransport angefahren.
Ganze Straßen verbrannt
Nieding selbst fährt auch dieses Mal wieder einen der sechs Transporter selbst. Raketenbeschüsse hat er bislang nicht direkt erlebt. Nur Rauchwolken in einiger Entfernung gesehen. Als aber im Mai dieses Jahres die westliche Ukraine beschossen wird und eine Rakete in Polen einschlägt, ist er auf der Rückfahrt mit dem Transport wenige Stunden von dem bombardierten Gebiet entfernt.
Die Zerstörungen durch den Krieg bekommt er natürlich mit: In manchen Gebieten „sind ganze Straßenzüge verbrannt“, sagt Nieding über Gebiete nördlich von Kiew, die am Anfang des Krieges besetzt waren. „Komplette Verwüstung“. In einigen Gebieten, sehe man aber auch, dass der Wiederaufbau voranschreitet: „jedes Mal ist wieder ein Haus repariert“.
1000 Euro pro Fahrzeug
Für den aktuellen Transport benötigt Nieding noch Geldspenden für Sprit und Verpflegung, er rechnet mit rund 1000 Euro pro Transporter für die Fahrt. Sechs bis acht der Fahrzeuge der Mercedes–Sprinter–Klasse sind dabei. 6000 Kilometer legt der Konvoi zurück, eine Woche sind die Männer unterwegs. Pro Gespann können rund 2,5 Tonnen Hilfsgüter transportiert werden.
Auch der ein oder andere Planenanhänger wird aktuell noch benötigt. Immer wieder versucht Nieding auch, Geflüchteten Arbeitsstellen und Wohnungen zu vermitteln. Teilweise nimmt er auch Menschen, die flüchten wollen oder müssen, aus der Ukraine auf dem Rückweg mit.
Frühjahr 2023
Vier Hilfslieferungen hat Markus Nieding aus Oberteuringen seit Mitte März in die Ukraine gefahren. Zuletzt war der 53-Jährige Ende Juli mit einem Lastwagen und 14 Paletten voller Hilfsgüter in Irpin und Butscha.
Nach wie vor sammelt Markus Nieding für die vom russischen Angriffskrieg gebeutelten Menschen, insbesondere Güter für Frauen und Kinder. „Die Spendenbereitschaft hat inzwischen leider nachgelassen“, stellt er fest. Ein gewisses Verständnis habe er, sei dies doch der aktuellen Situation in Verbindung mit den vielen Unsicherheiten in Deutschland geschuldet. „Wir wollen aber trotzdem weiter dranbleiben.“ „Wir“ heißt in dem Fall er selbst und seine Kontaktpersonen vor Ort in der Ukraine
Ein ehemaliger Kollege von Nieding ist vor zwei Jahren zurück in sein Heimatland gegangen und bestücke dringend benötigte Hilfspakete für Mütter und Kinder. Niedings Lebenspartnerin Yuliia Mykhailenko – sie stammt selbst aus der Ukraine – hat mit Nataliia Demchenko eine langjährige Bekannte, die seit 2014 Menschen in den von Russland annektierten Gebieten unterstützt. „Bei Kriegsausbruch dachte ich, wenn die Ukrainer vor Ort unterstützen, dann können wir das hier zehn Mal“, sagt der 53-jährige selbstständige Handwerker zu seiner ungebrochenen Motivation.
Bei jedem Transport brachte Markus Nieding flüchtende Menschen aus der Ukraine auf dem Rückweg nach Deutschland, insgesamt 40. „Ihre Unterkunft haben wir vorher organisiert. Es lief alles über Bekannte“, berichtet er. Wenn er wieder genügend Hilfsgüter beisammen hat, geht es mit dem Lastwage wieder los in die Ukraine. Komme nicht so viel zusammen, dann eben mit dem Transporter, so Nieding.
Jeden Tag gibt es etwas zu organisieren
„Ich fahre immer mit, um zu sehen, dass die Hilfsgüter wirklich dort ankommen, wo sie hin sollen“, betont Markus Nieding. Die Unterstützung der Menschen in der Ukraine treibt ihn täglich an und gehört aktuell zu seinem Leben wie die tägliche Arbeit. „Es gibt jeden Tag etwas zu organisieren.“